Bedingt durch die sommerliche Niederschlagsarmut, die süd/südwestlich ausgerichteten Hänge und den temperaturmildernden Einfluß des Rheins, gibt es im Rheingau nicht wenig Flächen, die mit mediterranen Pflanzen durchsetzt sind.
Der Französische Ahorn (Acer monspessulanum) kommt in ganz Deutschland nur im Nahe- und Moseltal, am Kaiserstuhl und im Mittelrheintal vor. Das gleiche gilt für den Diptam (Dictamnus albus), die Weichselkirsche (Prunus cerasus) und einige Orchideenarten.
Oder wollen Sie mal eine Herde Mufflons über die Steinrosseln rennen sehen?
Im Sommer entstehen in den ehemaligen Eichen-Niederwäldern am Boden Temperaturen bis zu 55 Grad und wenn die Kinder in Westerwald und Hunsrück schon lange Schlitten fahren, ist in Rüdesheim noch immer alles grün. Selbstverständlich fängt der Frühling nicht nur an der Bergstraße früher an - auch im Rheingau glänzen die Blüten von Schlehe und Wildkirschen lange vor dem eigentlichen Frühlingsanfang und verwandeln ganze Berghänge in weiße Blütenträume.
Wandern sie ein paar Stunden durch ungewöhnlich artenreiche und seltene Pflanzengesellschaften. Den Regenschirm können sie beruhigt zu Hause lassen.
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